Die AFS Methode- Benefits

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 Die Multisensorische Methode

Die AFS-Methode ist ein pädagogisch-didaktischer Förderansatz für Menschen mit Legasthenie und Dyskalkulie. Sie ist eine offene und umfassende Methode, die auf einem breiten wissenschaftlichen Fundament aufgebaut wurde. 

Zentrale Forschungsergebnisse (Kurzfassung )

  • Langzeitstudie 2001-2006: 85 % der Teilnehmer erzielten signifikante Leistungsverbesserungen.
  • Jüngere Studien (2017, 2021): Belegen die Notwendigkeit multisensorischer Trainings bei Lese-, Rechtschreib- und Rechenprozessen.
  • Analyse von 33.000 Auswertungen (2024): Zeigt ähnliche Sinneswahrnehmungsleistungen über Sprachgrenzen hinweg, was die universelle Anwendbarkeit der Trainingskonzepte unterstreicht. 

Die AFS-Methode (Aufmerksamkeit, Funktion, Symptome) gilt als Meilenstein der pädagogischen Forschung für die Förderung von Legasthenie und Dyskalkulie, da sie über reines Symptomtraining hinausgeht und eineDie AFS-Methode (Aufmerksamkeit, Funktion, Symptome) gilt als Meilenstein der pädagogischen Forschung für die Förderung von Legasthenie und Dyskalkulie, da sie über reines Symptomtraining hinausgeht und eine multisensorische, individuelle Förderung auf drei Ebenen bietet:

Aufmerksamkeit (konzentriert bleiben)

Funktionen (Sinneswahrnehmungen wie Optik, Akustik verbessern) und

Symptome (Schreib-, Lese-, Rechenfehler korrigieren).

Sie basiert auf der Erkenntnis, dass Betroffene eine andere Informationsverarbeitung haben und kombiniert bewährte Ansätze, um die grundlegenden Wahrnehmungsschwächen zu beheben, anstatt nur die Fehler zu üben. Quelle: Erster Östereichischer Dachverband Legasthenie (EÖDL). 

Die AFS-Methode gilt als fundiert, da sie auf pädagogischer Diagnostik und wissenschaftlicher Forschung basiert und sich flexibel an die Bedürfnisse der Betroffenen anpasst, um Lernfreude und Erfolg zu ermöglichen.

VIDEO ZUR AFS METHODE

Dieses Video stellt die AFS-Methode vor und erklärt deren Anwendung im Bereich des akustischen Gedächtnisses sowie der visuellen Wahrnehmung.
Diese Fähigkeiten spielen sowohl bei Legasthenie als auch bei Rechenschwäche eine zentrale Rolle.
Im Video wird eine Übung zur Förderung des optischen Gedächtnisses anschaulich erklärt und durch praktische Beispiele ergänzt.
Die Therapie bei Dyskalkulie erfolgt in mehreren Phasen 
1. Individuelle Lernpläne

Basierend auf den Ergebnissen der Diagnostik wird ein individueller Lernplan erstellt. Dieser Plan berücksichtigt die spezifischen Bedürfnisse des Kindes sowie seine Stärken und Schwächen in Mathematik.

2. Förderung grundlegender mathematischer Fähigkeiten

In den ersten Sitzungen liegt der Fokus oft auf dem Aufbau grundlegender mathematischer Fähigkeiten:

  • Zahlenverständnis: Das Kind lernt den Umgang mit Zahlen, Zählstrategien und das Verständnis von Mengen.
  • Rechenoperationen: Schrittweise Einführung in Addition, Subtraktion, Multiplikation und Division unter Verwendung anschaulicher Materialien.
3. Anwendung von Strategien
  • Visuelle Hilfen: Einsatz von visuellen Materialien wie Abakus oder Zählsteinen zur Veranschaulichung mathematischer Konzepte.
  • Gedächtnistraining: Techniken zur Verbesserung des Arbeitsgedächtnisses und zur Unterstützung beim Merken von Rechenregeln.
  • Kinder lernen, mathematische Probleme systematisch anzugehen und verschiedene Lösungswege auszuprobieren.
Benefits für Betroffene mit Dyskalkulie

Die Teilnahme an einer gezielten Dyskalkulietherapie bringt zahlreiche Vorteile für betroffene Kinder:

  1. Verbesserung der mathematischen Fähigkeiten: Durch individuelle Förderung können Kinder ihre Rechenfähigkeiten erheblich verbessern.
  2. Steigerung des Selbstbewusstseins: Erfolgreiche Lernerfahrungen führen zu einem gestärkten Selbstwertgefühl und mehr Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten.
  3. Reduzierung von Angst und Stress: Durch gezielte Strategien lernen Kinder besser mit Prüfungsangst umzugehen und ihre Emotionen während des Lernens zu regulieren.
  4. Bessere schulische Integration: Mit verbesserten Fähigkeiten können Kinder aktiver am Unterricht teilnehmen und soziale Isolation vermeiden.
  5. Langfristige positive Auswirkungen: Die erlernten Strategien helfen nicht nur in der Schule, sondern auch im späteren Leben – sei es im Beruf oder im Alltag.
  6. Unterstützung durch das Umfeld: Die Einbeziehung von Eltern und Lehrern fördert ein unterstützendes Umfeld für das Kind.

Die Diagnostik und Therapie bei Dyskalkulie sind entscheidende Schritte zur Unterstützung betroffener Kinder. Durch eine individuelle Herangehensweise können sie nicht nur ihre mathematischen Fähigkeiten verbessern, sondern auch ihr Selbstbewusstsein stärken und langfristig erfolgreich am gesellschaftlichen Leben teilnehmen.

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